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Canyonlands-Nationalpark

Canyonlands-Nationalpark Sehenswürdigkeiten

Der Canyonlands-Nationalpark liegt im Bundesstaat Utah und ist zugleich der Größte dieses Staates. Besucher erwartet hier eine fantastische Canyonlandschaft. Das Besondere an diesem Nationalpark ist, dass er durch den Colorado und den Green River in drei Gebiete unterteilt ist: Das meistbesuchte Island in the Sky im Norden, das ebenfalls leicht zugängliche The Needles im Südosten sowie das abgelegene The Maze im Westen.

Jedes Gebiet zeichnet sich durch einzigartige Felsformationen aus und bietet ausreichend Möglichkeiten für Erkundungstouren, ob zu Fuß oder mit dem Auto. Der Nationalpark ist damit sowohl Anlaufstelle für Tagestouristen als auch für Urlauber, die längere Zeit hier verbringen möchten.

Was Du im Canyonlands-Nationalpark machen kannst

In 3 Stunden:
Fahre entlang der Panoramastraßen in Island in the Sky oder The Needles und genieße die atemberaubende Natur. Stoppe an Aussichtsplattformen entlang der Strecke.
An einem halben Tag:
Entlang der Panoramastraßen gehen verschiedene, kürzere Trails ab, die Du in unter einer Stunde begehen kannst. So z. B. der Rundweg, der Dich zum Mesa Arch führt, oder der Cave Spring Trail.
An einem Tag:
Wenn Du einen ganzen Tag Zeit mitbringst, lohnt es sich verschiedene Aussichtsplattformen anzufahren, von denen Du tolle Ausblicke über die Canyonlandschaft erhältst. Oder Du wanderst auf einem der längeren Trails des Parks.
An mehreren Tagen:
Begebe Dich auf einen der längsten Pfade im Nationalpark und verbinde Deinen Aufenthalt mit Camping. Auch beliebt sind Touren mit einem Geländewagen oder dem Mountainbike entlang der White Rim Road. Zudem könntest Du mehrere Gebiete besuchen.

Lage und wesentliche Informationen rund um den Besuch des Nationalparks

Lage und Größe

Der Canyonlands-Nationalpark liegt nahe der amerikanischen Kleinstadt Moab sowie des Arches-Nationalpark im Bundesstaat Utah.

Der 1366 km² umfassende Park ist in drei Gebiete aufgeteilt, die teils leichter, teils schwerer zugänglich sind.

Anreise

Lage und Karte Canyonlands-Nationalpark
Lage und Karte Canyonlands-Nationalpark

Jedes Teilgebiet des Canyonlands-Nationalparks ist über einen eigenen Eingang erreichbar. Zur Island in the Sky gelangst Du über die Bundesstraße US 191 und die Staatsstraße UT 313. Es handelt sich um das am leichtesten zugängliche Gebiet des Parks. The Needles ist ebenfalls über die US 191 und im letzten Stück über die UT 211, der einzig befestigten Straße, die in und aus dem Gebiet führt, erreichbar. Um in das Maze-Gebiet zu gelangen, musst Du ausreichend Zeit für die Fahrt einplanen. Von der UT 24 oder UT 95 kommend, wird der Weg bis zur Hans Flat Ranger Station auf unbefestigten Straßen fortgesetzt. Die Schluchten der Maze erreichst Du von hier aus nur mit einem Geländewagen (weitere 3 bis 6 Stunden Fahrzeit) oder zu Fuß. Es gibt keine direkten Straßenverbindungen zwischen den einzelnen Gebieten, sodass auch hier 2 – 6 Stunden zusätzliche Fahrzeit eingeplant werden muss, um von einem in das andere Gebiet zu gelangen.

Allgemein kannst Du den Canyonlands-Nationalpark aus den umliegenden Städten gut über folgende Anbindungen erreichen und er ist somit ideal in eine Rundreise integrierbar:

  • Salt Lake City: I-15, I-70
  • Denver: I-70
  • Albuquerque: I-40, US 491
  • Phoenix: I-17, US 89, US 160
  • Las Vegas: I-15, I-70
  • Grand Canyon Nationalpark: Arizona Highway 64, UT 160

Folge anschließend den oben genannten Bundes- und Staatsstraßen, um in das gewünschte Teilgebiet zu gelangen.

Öffnungszeiten

Canyonlands-Nationalpark ist das ganze Jahr über, 24 Stunden pro Tag, geöffnet. Jedes Teilgebiet verfügt über ein eigenes Besucherzentrum mit unterschiedlichen Öffnungszeiten.

  • Island in the Sky: Anfang März bis Ende Dezember 9 – 16 Uhr, im Winter geschlossen
  • The Needles: Anfang März bis Ende November, im Winter geschlossen
  • The Maze: ganzjährig geöffnet, 8 – 16.30 Uhr

Für sämtliche Übernachtungen und das Befahren einiger Strecken innerhalb des Park müssen Genehmigungen eingeholt werden, die in den Besucherzentren ausgestellt werden. Sind diese geschlossen, können diese Genehmigungen an Selbstbuchungssystemen außerhalb der Zentren oder in Moab erworben werden.

Klima und beste Reisezeit

Da sich der Nationalpark innerhalb der Hochwüste des Colorado Plateaus befindet, sind starke, tägliche Temperaturschwankungen keine Seltenheit. Im Sommer können die Temperaturen schnell die 40°C Marke erreichen und die Winter sind mit Durchschnittstemperaturen um die 0°C sehr kalt. Schnell bist Du auch hier mit Minusgraden konfrontiert. Daraus resultierend, wird der Park vor allem in den Frühlings- und Herbstmonaten besucht, wenn die höchsten Durchschnittstemperaturen zwischen 15°C und 25°C liegen.

Was gilt es bei einem Besuch zu beachten?

Für einen sicheren Aufenthalt im Park, solltest Du ein paar Dinge beachten. Bei hohen Temperaturen sind ausreichend Wasservorräte mitzuführen. Wasser ist nur an wenigen Stellen nachfüllbar. Zudem solltest Du Dich gegen starke Sonneneinstrahlung schützen.

Autos sollten vollgetankt sein und Karten mitgenommen werden. Der Empfang für Handys und Navigationsgeräte ist nur sehr dürftig.

Wildlebenden Tieren solltest Du Dich nicht nähern. Im Park gibt es giftige Tiere, wie Klapperschlangen und Schwarze Witwen, denen Du aber höchstwahrscheinlich nicht begegnest. Sollte es doch zu Bissen kommen, muss schnellstmögliche medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. Schwarze Bären werden manchmal am Colorado River gesichtet.


Sehenswürdigkeiten des Canyonlands-Nationalparks

Im Canyonlands-Nationalpark gibt es so viel zu entdecken und erleben, dass es unmöglich ist, jede Sehenswürdigkeit zu bestaunen. Die nachfolgende Top 10-Liste soll Dir bei der Planung deines Besuchs helfen.

Top 10 Highlights im Park

  1. Mesa Arch: Über einen kurzen Rundweg gelangst Du zum Mesa Arch, dem wohl bekanntesten Felsbogen in der Island in the Sky. Er ist ein beliebtes Fotomotiv, vor allem während des Sonnenaufgangs. Der Rundweg grenzt an die Panoramastraße Grand View Point Road.
    Mesa Arch im Canyonlands Nationalpark
    Mesa Arch im Canyonlands Nationalpark
  2. Grand View Overlook: An das Ende der Grand View Point Road grenzt der Grand View Overlook. Von hier bietet sich Dir ein spektakulärer Blick über die Schluchten und Felsformationen, den Colorado und Green River und das gut erkennbare White Rim.
  3. Shafer Canyon Overlook: Die Aussichtsplattform Shafer Canyon liegt in der Nähe des Besucherzentrums von Island in the Sky. Deinen Blick lässt Du hier über den breiten Canyon und den in die Schlucht hinabführenden Trail schweifen.
  4. White Rim Overlook: Über die Grand View Point Road gelangst Du zum Gooseberry Trail. Am Ende erwartet Dich der White Rim Overlook. Du kannst die weiß gefärbten Kanten der Schluchten aus der Nähe betrachten und in der Ferne Monument Basin sehen.
  5. Elephant Hill: Der Elephant Hill liegt in The Needles. Er ist über eine unbefestigte Straße zu erreichen, die aber mit einem normalen PKW durchaus passierbar ist.
  6. Big Spring Canyon Overlook: Fährst Du entlang der Panoramastraße des The Needles-.Gebiet, so gelangst Du an deren Ende zum Big Spring Canyon Overlook. Von hier wird Dir ein wunderschöner Blick über diesen Teil des Canyonlands-Nationalparks geboten.
  7. Cave Spring: Der Cave Spring Trail ist einer der Kürzesten in The Needles. Er ist leicht begehbar, allerdings müssen zwei Leitern bewältigt werden. Es erwarten Dich Eindrücke eines historischen Cowboy Camps sowie Felsenkunst der Ureinwohner.
  8. Confluence Overlook: Am Confluence Overlook fließen der Colorado und der Green River zusammen. Der Trail zu dieser Aussichtsplattform beginnt am Big Spring Canyon Overlook. Der Trail ist etwa 16,5 km lang.
  9. Druid Arch: Mit dem Druid Arch erwartet Dich eine wunderschöne Felsformation. Doch zuvor musst Du Dich auf einen 18 km langen Trail begeben, der am Elephant Hill beginnt. Das Wandern durch eine tolle Landschaft ist der Bonus.
  10. Horseshoe Canyon: Der Horseshoe Canyon liegt nordwestlich der Maze. Es handelt sich um einen sehr geschichtsträchtigen Ort. In der sogenannten Great Gallery kannst Du jahrhundertealte Felsenkunst der Ureinwohner bestaunen.

Was gibt es noch zu entdecken?

In den Besucherzentren des Canyonlands-Nationalparks kannst Du Dir Ausstellungen über den Park ansehen und Dich umfassend informieren. Du hast die Möglichkeit Bücher und Karten im Bücherladen zu kaufen. Zudem sind an den Zentren Picknickflächen eingerichtet.

Kunst im Park

Der Nationalpark bietet wunderschöne Motive, die auf die Leinwand gebracht werden müssen. Ansässige Künstler geben Besuchern einen Einblick in ihre Arbeit. Du kannst ihnen bei der Entstehung eines neuen Werks über die Schulter schauen und sogar selbst zum Pinsel greifen.

Wandern und andere Aktivitäten

Der Canyonlands-Nationalpark kann auf vielfältige Weise erkundet werden: Zu Fuß, mit dem Auto, auf dem Fahrrad, auf den Rücken von Pferden oder in einem Boot. Du kannst Dich dabei wenige Stunden oder gar mehrere Tage im Park aufhalten.

Wandern im Canyonlands Nationalpark

Die Wanderwege im Nationalpark sind sehr vielfältig. Während Du einige Rundwege in unter einer Stunde begehen kannst, musst Du auf anderen Trails Übernachtungen einplanen. In Island in the Sky und The Needles können sowohl kurze und mehrstündige Wanderungen als auch längere Trips unternommen werden. The Maze ist dagegen eher für Backpacker-Trips geeignet. Nachfolgend ist eine Auswahl diverser Trails aufgelistet.

Island in the Sky:
  • Mesa Arch: 0,8 km, 30 Minuten, leicht
  • Grand View Point: ca. 3 km, 1,5 Stunden, leicht
  • Neck Spring: ca. 9 km, 3 – 4 Stunden, mittelschwer
  • Gooseberry Canyon: ca. 8,5 km, 4 – 6 Stunden, anstrengend
  • Murphy Loop: ca. 17,5 km, 5 – 7 Stunden, anstrengend
The Needles:
  • Roadside Ruin: 0,5 km, 20 Minuten, leicht
  • Cave Springs: 1 km, 45 Minuten, leicht bis mäßig
  • Big Spring to Squaw Canyon: 12 km, 3 – 4 Stunden, anstrengend
  • Peekaboo: 16,5 km, 5 – 6 Stunden, anstrengend
  • Salt Creek Canyon: 34 km, Übernachtung, anstrengend
The Maze:

Die Trails, wie der The Maze Overlook Trail, sind nur schwer zugänglich. Wenn überhaupt, sind manche Strecken nur mit Geländewagen befahrbar. Dazu sind die Wege sehr anspruchsvoll und für einige werden grundlegende Klettererfahrungen benötigt. Aufgrund der Abgelegenheit dieses Gebiets, sollte ein Aufenthalt mehrere Tage betragen.

Unterwegs mit Auto und Fahrrad

In Island in the Sky und The Needles können die Panoramastraßen und einige unbefestigte Straßen mit dem PKW befahren werden, so z. B. die White Rim Road. Diese ist zugleich auch die beliebteste Strecke für Mountainbiker. Für andere Strecken sind Geländewagen mit Allrandantrieb notwendig und diese sollten nur von erfahrenen Fahrern gesteuert werden. Letzteres trifft auch auf befahrbare Strecken in The Maze zu.

Camping im Canyonlands-Nationalpark

Es gibt jeweils einen Campingplatz in Island in the Sky und The Needles. Darüber hinaus stehen im gesamten Park Campingmöglichkeiten für Wanderer und Teilnehmer von Geländewagen- oder Bootstouren bereit. Alle Übernachtungsgäste müssen sich vorher eine Genehmigung an einem der Besucherzentren ausstellen lassen. Täglich werden nur eine begrenzte Anzahl dieser Genehmigungen vergeben.

Spaß zu Wasser

Auf dem Colorado und dem Green River kannst Du genauso viel Spaß wie auf den vielen Trails des Nationalparks haben. Unweit der Stelle, wo die beiden Flüsse aufeinandertreffen, ist White Water Rafting möglich.

Geschichte & Entstehung des Nationalparks

Der Canyonlands-Nationalpark ist das Ergebnis von Erosionen, die über Millionen von Jahren hinweg vom Colorado und Green River verursacht wurden. Aber auch Wettereinflüsse wie heftige Gewitter und starke Regenfälle trugen ihren Teil bei. Fantastische Felsformationen wie Schluchten und Hochebenen, Bögen, Spitzen und Höhlen in einer herausragenden Farbenvielfalt zeichnen das Gebiet heute aus.

Von den Plateaus schaut man auf die sich durch das gesamte Gebiet windenden Flüsse hinab, während man von einer einzigartigen Canyonlandschaft umgeben ist und den Blick in die Ferne über verschiedenste Felsengebilde schweifen lässt. Zudem kann man sich hier auf die Spuren der Pueblo-Indianer begeben, deren Heimat Canyonlands früher einmal war. Zum Schutz dieser einmaligen Natur wurde das Gebiet 1964 zum Nationalpark erklärt.

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