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Death-Valley-Nationalpark

Death-Valley-Nationalpark Sehenswürdigkeiten

Die 235 Kilometer lange Talebene des Death-Valley-Nationalpark ist bei weitem nicht so tot, wie der Name es vermuten lässt. Im Frühjahr, wenn der wenige Regen das Tal erreicht, ergänzen über 900 farbenfrohe Pflanzenarten die Kulisse aus goldgelben Quarzsanddünen und Gebirgen in Lila, Weiß und Rot. In der übrigen Zeit verlangen Touren durch diese bizarre Marslandschaft Autos und Menschen ihr Äußerstes ab, wenn das Quecksilber bis zur Rekordmarke von 57,3 °C klettert.

Dabei markiert das Badwater Basin nicht nur den heißesten Ort im Death Valley, es stellt mit 86 Metern unter dem Meeresspiegel auch der tiefste Punkt Nordamerikas dar.

Was kann im Park in welcher Zeit unternommen werden?

Der Death-Valley-Nationalpark ist der größte Nationalpark der USA. Seine Wunder und Schönheiten zeigen sich dem Besucher nicht alle am ersten Tag. Als International Dark Sky Park in Gold präsentiert das Tal den Teleskopen nächtlicher Sternengucker einen Himmel, dem an Klarheit nur hochgelegene Orte in den Anden fernab jeder Zivilisation nahekommen. Tagsüber müssen Besucher sich entscheiden, wie viele Panoramastrecken, Aussichtspunkte und Orte historischer Bedeutung sie auf ihrer Tour unterbringen wollen. Ein paar Highlights sind hier zusammengestellt, geordnet nach der Länge des Aufenthalts.

Kurzbesuch von drei Stunden

Selbst auf der Durchreise durch das Death Valley lohnt es sich, ein paar Stunden für einen Kurzbesuch im Nationalpark einzuplanen. Das Museum im Furnace Creek Visitor Center vermittelt in Präsentationen die kulturelle und die natürliche Geschichte dieser außergewöhnlichen Region und gibt Karten und Routenvorschläge für den Besuch. Dem Highway 190 nach Süden folgend liegt an einem großen Besucherparkplatz der Aussichtspunkt Zabriskie Point. Der Farbenreichtum der goldenen Badlands im Vordergrund und die weiße Ebene der Salzpfanne im Hintergrund bilden zusammen das Postkartenmotiv, für welches das Death Valley berühmt ist. Wer sich im Visitor Center informiert und Fotos am Zabriskie Point geschossen hat, erlebt das Tal des Todes in konzentrierter Form im Badwater Basin. Die flache Salzpfanne ist als heißester und tiefster Punkt in Nordamerika Ausflugsziel vieler Touristen. Hier zeigt die Sonne, dass sie trotz 150 Millionen Kilometern Entfernung die Erde auf 93 °C aufheizen kann.

Halbtagsbesuch im Death Valley

Planst Du dem Death Valley noch mehr Zeit zu widmen, lohnt es sich, das oben genannte Programm um folgende weitere Attraktionen zu erweitern. Die zerklüfteten und spitzen Salzstrukturen auf dem Devil’s Golf Course formen eine skurrile Bodenstruktur, die an einen Streuselkuchen erinnert. Die Besonderheit liegt im Knacken und Knirschen der Salzkristalle, wenn sie sich in der Hitze des Tages ausdehnen.

Senkt sich die Sonne gegen Nachmittag langsam gen Horizont, erwachen die Farben der Black Mountains am Artist’s Drive. Überall leuchten die teilweise oxidierten Metalle in einem Farbspektrum, das von Rot über Türkis bis zu einem sanften Purpur reicht. Dass die Bewohner den Hängen den Namen Artist’s Palette gaben, verwundert hier niemanden.

Tagestour ins Death Valley

Eine eindrucksvolle Tagestour durch den Death-Valley-Nationalpark startet von Las Vegas kommend am Dante’s View, wo spektakuläre Sonnenaufgänge den Tag einläuten. Weiter führt die Route über 4 Kilometer nicht asphaltierte Straße im 20-Mule-Team-Canyon, wo einst Esel das seltene Borax aus dem Tal transportierten. Entlang der zuvor genannten Aussicht vom Zabriskie Point, dem Knirschen und Knacken sich ausdehnender Salzkristalle am Devil’s Golf Course, dem Hitzepol im Badwater Basin geht es nun entlang des farbenreichen Artist’s Drive zum Furnace Creek Visitor Center. Gegen Ende der Tour zeigt ein Besuch in der Geisterstadt Harmony Borax Works, wie gnadenlos das Death Valley sein kann.

Im Death Valley liegen sogar für ihre Wanderungen bekannte Sanddünen leblos, wie die Mesquite Flat Sand Dunes im Norden des Death-Valley-Nationalparks eindrucksvoll beweisen. Diese zum Teil sternförmige Sanddünen bieten einen interessanten Kontrast zu den schroffen Felsformationen der Valleys und markieren das Ende dieser Tagestour.

Tagestour ins Death Valley

Wer etwas mehr Zeit für den Death-Valley-Nationalpark einplant, kommt in den Genuss, diesen außergewöhnlichen Ort auf Wanderungen hautnah zu erleben. Ein Wochenendtrip bietet hierzu die passende Gelegenheit und eine Wanderung durch den drei Kilometer langen Mosaic Canyon den geeigneten Start. Danach geht es zum Abkühlen auf den 3366 Meter hohen Telescope Peak, von dem das ganze Death Valley und das benachbarte Panamint Valley überblickt werden kann. Auf dessen Rückseite liegen gut erhaltene Kohlenmeiler von 1877, die eine gute Einstimmung für die nächste Station sind, die 1888 aufgegebene Geisterstadt Harmony Borax Works. Anschließende Besuche im Badwater Basin und des Artist’s Drive sind die letzten Stationen, bevor Du den Tag in einem der Hotels oder auf dem Campingplatz in Furnace Creek beendest.

Nach einer Nacht unter hoffentlich sternenklarem Himmel wartet ein malerischer Sonnenaufgang auf Besucher am Dante’s View. Scotty’s Castle markiert den Ort einer nicht vorhandenen Goldmine, mit der Death Valley Scotty einst versuchte, gutgläubigen Millionären das Geld aus der Tasche zu locken. Dass das Death Valley vulkanischen Ursprungs ist, davon kann sich jeder auf einer Wanderung entlang des Randes am Ubehebe Krater überzeugen.

Als letzte Station des Tages lohnt eine Tour mit dem Geländewagen zur Racetrack Playa, wo die wandernden Steine auf mysteriöse Weise ihre Spuren im ausgetrockneten Seebett hinterlassen. Wer noch mehr Zeit für den Death-Valley-Nationalpark zur Verfügung hat, findet in Visitor Center in Furnace Creek Anregungen zu weiteren Attraktionen.

Besucherinformationen zum Death-Valley-Nationalpark

Karte & Lage Death-Valley-Nationalpark
Karte & Lage Death-Valley-Nationalpark

Der US-amerikanische Death-Valley-Nationalpark liegt im Inyo County an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada. Von Nevada aus führen die State Routes 373, 374 und 267 in den Park, die alle von der US Route 95 aus Las Vegas abgehen. Der Highway 190 unterteilt den Park in Ost-West-Richtung, wobei etwas weiter südlich auch die State Route 178 Einlass in den Park gewährt

Geöffnet ist der Death-Valley-Nationalpark ganzjährig bei Tag und bei Nacht, jedoch wird eine Eintrittskarte für den Park benötigt, die Du im Furnace Creek Visitor Center oder an Automaten an den Zufahrten zum Park erwerben kannst. Das Besucherzentrum ist täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt in den Park kostet 12 Dollar für die individuelle 7-Tage-Karte oder 25 Dollar für das ganze Auto, unabhängig von der Anzahl der Mitreisenden. Der Empfang von Handy und GPS-Signalen ist im Death Valley stark gestört, weswegen Autofahrer darauf hingewiesen werden, unbedingt eine Karte der Gegend mitzuführen.

Die beste Reisezeit für Besuche im Death-Valley-Nationalpark ist die Zeit von Oktober bis April, wenn die Temperaturen zwischen 20 °C und 30 °C liegen. Im Sommer misst Nordamerikas heißester Ort Temperaturen von über 48 °C, welche Wanderungen ohne ausreichend Trinkwasser zur Tortur werden lassen.

Die Gebirge rings um das Tal des Todes halten alle Feuchtigkeit ab, so dass Wolken oder Regen so gut wie nie im Death Valley zu beobachten sind.


Sehenswürdigkeiten im Death-Valley-Nationalpark

Bei einem Besuch im Tal des Todes riskierten Menschen zur Zeit der Pioniere noch ihr Leben. Heute besuchen Touristen das Tal über gut ausgebaute Highways und erfreuen sich an der Wunderwelt aus bizarrer Geologie und farbenreicher Natur.

Top 10 der meistbesuchten Attraktionen

  1. Badwater Basin – tiefster und heißester Punkt im Death Valley
    Badwater Basin
    Badwater Basin – tiefster und heißester Punkt im Death Valley
  2. Devils Golf Course – Salzstrukturen die in der Sonne knacken und knirschen
    Devils Golf Course
    Devils Golf Course
  3. Artist’s Drive – Straße entlang farbenreicher Bergkanten
    Artist’s Drive
    Artist’s Drive
  4. Zabriskie Point – Aussichtspunkt über goldene Badlands
    Zabriskie Point
    Zabriskie Point
  5. Golden Canyon Death Valley
    Golden Canyon Death Valley
    Golden Canyon Death Valley
  6. Harmony Borax Works – Geisterstadt im Zentrum des Tals
  7. Dante’s View – Aussichtspunkt über das Badwater Basin
  8. Mesquite Flat Sand Dunes – unbewegliche Sanddünen
  9. Racetrack Playa – wandernde Steine im ausgetrockneten Seebett
  10. Ubehebe Krater – Wanderung am Kraterrand
  11. Scotty’s Castle – historische und exotische Villa

Karte Sehenswürdigkeiten

Aussichtspunkte im Death-Valley-Nationalpark

Die schönsten Aussichtspunkte im Death Valley erreichst Du fast alle bequem mit dem Auto. Allein der Telescope Peak ist mit einer Wanderung vom Mahogany Flat Campground entlang des Rogers Peak und des Bennett Peaks verbunden. Zum Zabriskie Point sind es nur wenige hundert Meter vom Zabriskie Point Parking Lot am Highway 190, von dem Du auch Dante’s View über Furnace Creek Washington Road und Dantes View Road erreichst.

Gegen späten Nachmittag leuchten die Farben am Aussichtspunkt der Artist’s Palette intensiv und schillernd. Dieser Ausguck geht vom Artist’s Drive ab, auf der Verbindung zwischen Badwater und Furnace Creek.

Besucherzentrum und Museen

Eintrittskarten für den Death-Valley-Nationalpark gibt das Furnace Creek Visitor Center aus. Daneben verteilt das Zentrum Landkarten und Informationen zu allen Attraktionen des Nationalparks und präsentiert seine Geschichte anhand von Videos und Ausstellungen im angrenzenden Museum. Einen Einblick in die Historie des Death Valleys erlaubt auch Scotty’s Castle, das 1970 vom Park gekauft und für Besucher geöffnet wurde. Über den einstigen industriellen Abbau von Borax lehrt das Freilichtmuseum Harmony Borax Works im Zentrum des Death-Valley-Nationalparks.

Wandern und Camping im Death Valley

Viele Wanderpfade führen durch das Death Valley, die für Anfänger, fortgeschrittene und erfahrene Sportler geeignet sind. Leichte Wanderungen führen 30 – 45 Minuten entlang der Badwater Saltflats oder 90 Minuten über die Mesquite Flat Sand Dunes. Die Wanderungen führen beide durch relativ flaches Gelände im Tal, was sie zum einen für Anfänger zugänglich macht, zum anderen sollten sie aber in den Sommermonaten gemieden werden, wenn die heißen Temperaturen eine zusätzliche Belastung darstellen.

Etwas schwieriger ist ein Hike zu den Darwin Falls mit 137 Metern Höhenunterschied, der rund zwei Stunden in Anspruch nimmt. Auch durch den Willow Canyon dauert die Wanderung nur wenig mehr als zwei Stunden, doch gilt es hier, einen Höhenunterschied von 237 Metern zu überwinden. Erfahrene Sportler versuchen sich am Aufstieg zum Wildrose Peak, der im Winter Schnee trägt. Für den Aufstieg solltest Du sechs Stunden einplanen, um die 13,5 Kilometer und 671 Höhenmeter zu bewältigen. Nur wenig kürzer ist der Pfad durch den Little Bridge Canyon, der 11 Kilometer lang ist und 590 Höhenmeter misst. Für alle Wanderungen wird festes Schuhwerk und genügend Trinkwasser empfohlen, jedoch keine Spezialausrüstung.

Für Camper ist der Death-Valley-Nationalpark ein wahres Paradies, denn entlang der unbefestigten Straßen darf auch wild gezeltet werden, sofern man beim Verlassen keine Spuren hinterlässt. Wer auf sanitäre Einrichtungen nicht verzichten möchte, findet auf neun Campingplätzen im Park entsprechende Möglichkeiten. Die größten Campingplätze sind der ganzjährig geöffnete Furnace Creek Campground mit 136 Plätzen und die im Sommer geschlossenen Plätze Sunset Campground (270 Plätze), Stovepipe Wells Campground (190 Plätze) und Texas Springs Campground (92 Plätze).

Geschichte des Death-Valley-Nationalparks

Den Namen erhielt das Death Valley im Kalifornischen Goldrausch 1849, als eine Gruppe von Pionieren eine Abkürzung durch das Tal des Todes beinahe mit dem Leben bezahlten. Von ihren 27 Wagen erreichte nur ein einziger sein Ziel. Noch im 19. Jahrhundert versuchten einige Glücksritter die Bodenschätze der Region abzubauen, was sich als unrentabel herausstellte.

Seit 1920 kamen vermehrt Touristen ins Death Valley, so dass Präsident Herbert Clark Hoover das Tal 1933 zum National Monument erklärte. Den Status eines Schutzgebietes und Nationalparks erhielt das Tal des Todes 1994 und ist seit 2011 zusätzlich Lichtschutzgebiet der International Dark Sky Association (International Dark Sky Park in Gold).

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