MONDTAG
Mondtag
Welch klarer Glanz, der sich mir plötzlich offenbart
am dunkel stillen Himmelsfirmament der Nacht.
Dank langem Atmosphärenschleier glühend zart
entsteigst du majestätisch rot empor erst flach
zunächst noch von den schroffen meerumwogten Felsen.
Buntes Farbenspiel nun zwischen Palmenhälsen
auf dem sichelförmig runden Bahnenreigen.
Noch verhüllst du dich in purpurfarbnem Schimmer
um dem Horizont so golden zu entsteigen
bis du thronst carraraweiß am Sterenenzimmer
nach der farbenfrohen täglichen Geburt
inmitten jener tausend Himmelslichter Glut,
die sich im Kopf erst zu den kühnen Formen wiegt,
mit denen sich dein ewig gleicher Lauf stets paart
bis deine Zeit am Himmel wieder schon versiegt
und du so glänzend gehst wie du erschienen warst.