Brandheiße Grill-Tipps
Holzkohle problemlos anzünden
Das Vorbereiten und Anzünden eines Holzkohlegrills funktioniert nicht auf Knopfdruck. Planen Sie ein wenig Zeit und Geduld ein. Bis die Kohlen durchgeglüht sind, dauert es je nach Wetter eine halbe bis eine Stunde. Wählen Sie einen sicheren, windgeschützten Standort.
Schichten Sie die Kohlen pyramidenartig auf. Dann mit Spezialanzünder und einem langen Streichholz von der Seite her anzünden. Beschleuniger wie Petroleum oder Benzin sind extrem gefährlich und gesundheitsschädigend (siehe Punkt „Sicher Grillen“).
Danach die aufgeglühten Kohlen gleichmäßig mit dem Griff der Grillgabel auf dem Boden verteilen und nach Bedarf nachlegen. Die Menge der benötigten Grillkohle hängt vor allem von der Menge und Dicke der Grilladen ab. In jedem Fall muss mehr Fläche beheizt werden, als für das Auflegen von Fleisch und Gemüse erforderlich ist. Grundsätzlich entsteht bei aufgeschichteten Kohlen stärkere Hitze. Schieben Sie die Kohlen auseinander, wenn Sie dicke Fleischstücke über längere Zeit langsam garen möchten. Asche lässt die Grilltemperatur sinken und ist regelmäßig zu entfernen.
Bei Gasgeräten:
Es dauert durchschnittlich 10 Minuten, bis die richtige Temperatur erreicht ist. Diese liegt bei 260 – 288°C.
Mit Deckel schneller zum Genuss
Die Wärme wird bei einem Grillgerät mit Deckel effizienter genutzt. Die heiße Luft umströmt die Grillspeisen. Im Vergleich zu Grillgeräten ohne Deckel verkürzt sich damit die Grillzeit um ungefähr ein Drittel.
Beim Anzünden der Holzkohlen Deckel und Lüftungsschlitzen öffnen, damit genügend Sauerstoff zum Brennen einströmt. Beim Grillen den Deckel auf jeden Fall geschlossen halten. Nach dem Grillen einfach Deckel und Lüftungsschlitze schließen. Die Sauerstoffzufuhr wird unterbrochen, und die Glut erstickt.
Garzeit und Grilltemperatur
Grillgut erst auflegen, wenn die Glut gut durchgezogen ist. Erkennbares Zeichen für die richtige Hitze ist eine dünne Schicht grauer Asche auf den Holzkohlen. Weniger einfach ist mit bloßem Auge zu erkennen, wann das Gegrillte gar ist. Da die Temperatur bei Holzkohle nicht regelbar ist und sich folglich Temperaturschwankungen ergeben, ist die Grillzeit allein kein verlässlicher Anhaltspunkt. Bei Steaks genügt ein „Federtest“: Mit der Gabel auf das Fleisch drücken. Bei Nachgeben oder „Federn“ ist das Fleisch noch fast roh. Fühlt es sich fest an, ist es durchgebraten. Besonders bei großen Fleischstücken empfiehlt sich, ein Fleischthermometer zu verwenden: Bei etwa 60 Grad Celsius ist das Fleisch innen rosa und bei etwa 80 Grad durchgebraten.
Bei Gasgeräten:
Durch die Temperaturregelung ist die Garzeit leichter zu bestimmen. Das Fleisch etwas schärfer anbraten, dann bei mittlerer bis niedriger Temperatur bei geschlossenem Deckel fertig garen.
Direktes und Indirektes Grillen
Direktes Grillen
... bedeutet das Braten der Speisen direkt über dem Feuer. Dazu die Grillkohlen nach dem Anzünden gleichmäßig im Glutkorb ausbreiten. Dann die Grilladen gleichmäßig über den Grillrost des Elektro- oder Gasgerätes verteilen. Besonders geeignet ist diese Methode für „schnelle“ Grillgerichte, die in rund einer halben Stunde fertig sind wie Würstchen, Grillkoteletts oder Steaks.
Indirektes Grillen
... bedeutet das Garen der Speisen mit indirekter Hitze. Die Grillkohlen nach dem Anzünden rechts und links an den Rand des Glutkorbs schieben. Die Grillspeisen mittig auf den Grillrost legen. Bei Gasgeräten Speisen auf dem Grillrost erst direkt über den Brennern anbraten. Dann zwischen vorderen und hinteren Brenner legen. Nach dem Prinzip eines Umluftherdes gart die zirkulierende Luft die Speisen. Die Methode eignet sich für das langsame Garen ganzer Braten, Enten oder Hähnchen und für fettes Fleisch wie Würstchen oder Koteletts.
Schnell weg mit Fett und Schmutz
Auch das schönste Essen ist irgendwann zu Ende. Was bleibt sind die Reste vom Fest, und die können ganz schön hartnäckig sein.
Speisereste zunächst bei geschlossenem Deckel abbrennen lassen. Die Kohlen müssen vollkommen erkalten, bevor sie aus dem Grillkorb entfernt werden. Auf keinen Fall halbwarme Kohlen in Plastik- oder Papiersackerl packen und wegwerfen!
Wer keine Lust hat, sich durch mühsames Schrubben und Scheuern die Vorfreude auf das nächste Grillfest zu verderben, kann sich die Arbeit mit Grillreinigungsspray erleichtern. Wichtig ist, die Grilloberfläche immer sauber zu halten. Bei besonders hartnäckigem Schmutz helfen Grillbürsten mit verschiedenen Funktionen zum Einweichen, Bürsten und Kratzen.