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hunde Krankheiten
Hund
Hund:  Häufigste Krankheiten.
 Hund: Häufigste Krankheiten. Tierarzt Dr. Tiger gibt Auskunft.       

Von den vielen Krankheiten, die bei einem Hund auftreten können, sollen hier nur die wichtigsten beschrieben und die Möglichkeit zur Impfung erwähnt werden. Wer bei seinem Hund erkennt, dass er sich abnormal verhält, das Futter verweigert oder sogar deutliche Anzeichen einer organischen Erkrankung zeigt, dem sei dringend der Gang in die Tierarztpraxis empfohlen. Je rascher die Diagnose erstellt und eine gezielte Therapie eingeleitet werden kann, desto schneller darf mit der Genesung und des Tieres gerechnet werden. Ab der 8. Alterswoche sollen die Welpen gegen Staupe, Hepatitis, Hundeseuche und Zwingerhusten geimpft werden. Diese Grundimmunisierung erfordert zweimaliges

Impfen. Je nach Vorschrift ist auch eine Tollwutimpfung nötig. Die meisten Krankheiten der Hunde sind für den Menschen ohne Gefahr. Dies gilt nicht für die auf den Menschen übertragbare Tollwut. Wo überdies Vorsicht am Platze ist, sind die übertragbaren Parasiten: Die Spul- und Bandwürmer mit teils gefährlichen Arten, der Zeckenbefall sowie, etwas harmloser, der Floh- und Milbenbefall. Eine Übersicht zu den häufigsten Hunde-Krankheiten folgt auf der nächsten Tafel.
 

Krankheit Ursachen Symptome Tierarztbesuch?
Staupe Virusinfektion, ansteckend, vier verschiedene Formen, vor allem Junghunde sind davon betroffen Fieber, Erbrechen, Durchfall, Augenentzündungen, Schnupfen, manchmal sogar Nervenstaupe mit krampfartigen Anfällen unbedingt zum Tierarzt
Ansteckendere Leberentzündung (Hepatitis) Virusinfektion, ansteckend Fieber, Rachenentzündung, Durchfall, Augenveränderungen, zentral-nervöse Störungen, Bauchschmerzen unbedingt zum Tierarzt
Stuttgarter Hundeseuche (Leptospirose) Bakterieninfektion Fieber, Schwäche, Erbrechen, Durchfall, Augenveränderungen, evtl. Leber- oder Nierenversagen unbedingt zum Tierarzt
Zwingerhusten Virusinfektion, ansteckend Nasenausfluss, starker Husten, evtl. Fieber und Allgemeinstörungen bis hin zu Lungenentzündungen unbedingt zum Tierarzt, kann trotz Impfung in einer abgeschwächten Form wieder auftreten
Hundeseuche (Parvovirose), vor allem Junghunde sind betroffen Virusinfektion, ansteckend Fieber oder Untertemperatur, Mattigkeit, Erbrechen und v.a. Durchfall, wässrig bis blutig unbedingt zum Tierarzt
Tollwut Virus, Übertragung v.a. durch Wildtiere Wesensänderung, übermässiger Speichelfluss, Aggressivität, Bisse bei verdächtigem Kontakt sofort Tierarzt aufsuchen (meldepflichtig)
Magen- und Darmstörungen vielfältig, z.B. Infektionen, Darmparasiten, Leber- und Nierenerkrankungen bei Durchfall 24 h Futterentzug bei genügend Wasser, Anfüttern in kleinen Portionen, dafür häufig gekochter Reis und Pouletfleisch tritt in ein bis zwei Tagen keine Besserung ein, Tierarzt aufsuchen
Wurmbefall v.a. Spul- und Bandwürmer unspezifisch, Abmagerung, Durchfall, aufgetriebener Bauch, stumpfes Fell regelmässiges Entwurmen
Zeckenbefall Zecken können z.T. Krankheiten übertragen mit Blut vollgesogene Zecken, wie geschwollene, bräunlich-weisse, erbsengrosse Gebilde sofortiges Entfernen durch Herausdrehen und anschliessende Desinfektion, Spot on auf die Haut geben damit die Zecken fern bleiben
Flohbefall Flöhe Irritation durch Juckreiz, Entzündungen, Infektion, Flöhe als Bandwurmüberträge Spot on für auf die Haut, Halsbänder, Pulver, Tabletten bei Befall Desinfektion von Lager und Unterstandsplatz
Milbenbefall verschiedene, z.B. Räude und Ohrmilben Irritation durch Juckreiz, Entzündungen, Infektion Besuch beim Tierarzt
Pilzbefall Haut- oder Hefepilz Runde kahle Stellen, gerötet, schuppig, bei der betroffenen Stelle sind die Haare locker
Der Hefepilz ist im Gehörgang, die Ohren riechen stark und sind schmutzig (schwarzes fettiges Sekret), Ohr- und Kopfschütteln
Besuch beim Tierarzt (Hautpilz ist auf den Menschen übertragbar)
Verletzungen Kämpfe, Autounfälle blutende und verkrustete Wunden, Knochenbrüche je nach Schweregrad der Verletzung Tierarzt aufsuchen
 
Selbstbehandlung
Für die Behandlung von Ohrmilbenbefall, Flohbefall, kleinen Wunden, Durchfall und dergleichen hält sich der erfahrene Hundehalter einige Medikamente bereit. Dies braucht nicht gleich ein ganzer Schrank voll zu sein, einige wenige Mittel reichen aus. Bei gutem Verhältnis zum Tierarzt wird dieser zur Schonung der Kasse fachkundigen Rat für die Selbstbehandlung gerne erteilen. Auch die Behandlung von Ohren-, Augen- und Magen-Darm-Leiden können oft selbst durchgeführt werden. Die Verabreichung von Flüssigkeiten und Pillen, das Anbringen des Halskragens, um den Hund am Entfernen von Verbänden und Nähten zu hindern, die Erneuerung von Verbänden, das Messen des Fiebers sind Dinge, die auch Laien erlernen können. Es empfiehlt sich, das Öffnen des Mauls schon beim Welpen zu üben!

 
Zürcher Tierschutz   Notfallsituationen
Ein verunfallter Hund gehört umgehend in die Tierarztpraxis, auch wenn äusserlich vielleicht nichts Besonderes feststellbar ist. Bei Knochenbrüchen sehr vorsichtig transportieren. Vorsicht: Der eigene Hund kann vor Schmerz plötzlich beissen!

 
Wann zum Tierarzt?
Zunächst sollte man für die ordentliche Impfung und Nachimpfung gegen Staupe, Hepatitis, Stuttgarter Hundeseuche und Zwingerhusten den Tierarzt aufsuchen. Dort erfährt man auch, ob und unter welchen Umständen (z.B. Auslandreise) eine Tollwutimpfung nötig ist. Gegen Parvovirose erfolgt die zweimalige Grundimmunisierung ab der 15. Lebenswoche, mit jährlicher Nachimpfung. Ein klassischer Fall für den Tierarzt ist die Kastration. Dieser Eingriff ist bei Rüden relativ klein, bei Hündinnen bereits eine stattliche Operation. Kastriert wird in der Regel aus Gründen der Geburtenkontrolle, aber auch zur Therapie hormonell bedingter Verhaltens- und Gesundheitsprobleme. Immer, wenn alarmierende Symptome auftreten, sofort zum Tierarzt gehen!
 
 
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