Social Bookmarks
Nachrichten suchen mit Paperboy.de - Suchmaschine und Informationssuchsystem für tagesaktuelle Meldungen & Nachrichten aus Deutschland und der weiten Welt.
   Nachrichten Startseite die neusten am besten bewertet Bilder von Heute Quellen  Kategorien Wirtschaft Sport Unterhaltung Computer Umwelt Musik Freizeit  Ratgeber Kosmetik Dorgenlexikon Grillberater Haustiere Games Märchen Krimis und Grusel Geschichten Gedichte Archiv Hausaufgaben Redewendungen Papieretiketten  Aus dem Netz Gesetzestexte
Preisvergleich für Edelmetalle
 
Nachrichten Suchmaschine
 

maus Verhalten
Maus
Maus:  Verhalten und Probleme.
Maus: Verhalten und Probleme. Ethologen geben Auskunft.Allgemeines

Mäuse leben in kleinen Rudelverbänden und sind überwiegend nachtaktiv. Es sind Allesfresser, bevorzugen jedoch Getreide und Getreideprodukte wie Brot und süsses Gebäck. Ein Weibchen kann im Laufe eines Jahres über 100 Junge zur Welt bringen. Diese enorme Fortpflanzungsleistung ist für Mäuse, auf die ganze Heerscharen von Feinden warten, biologisch sinnvoll. Als gesellige Sippentiere sind Mäuse zur Einzelhaltung nicht geeignet. Der Mensch kann keinesfalls die Rolle eines Ersatzpartners übernehmen. Neben rein weissen Albinos mit roten Augen gibt es eine ganze Skala von Farbvarianten. Dann gibt es noch die Tanzmäuse, von deren Anschaffung wir jedoch abraten, da sie eine Qualzucht sind und ihr Gleichgewichts-organ beeinträchtigt ist.

Die kleinen possierlichen Tiere sind für Kleinkinder nicht geeignet, da die Kleinkinder noch nicht über die nötige Feinmotorik verfügen.
 
 
Sozialverhalten
Mäuse leben in kleinen Rudelverbänden und sind ausgesprochen soziale Tiere. Sie brauchen den Kontakt zum Artgenossen und betreiben soziale Körperpflege, indem sie sich das Fell an schwer zugänglichen Körperstellen gegenseitig durch Belecken putzen. Der Mensch kann die Partnerrolle keinesfalls befriedigend darstellen. Das Leben in der Gruppe erfordert eine klare Rangordnung, wobei das ranghöchste Männchen die Führungsrolle übernimmt. Im allgemeinen leben die Mäuse friedlich zusammen, sofern die Tiere aus der gleichen Wurfgemeinschaft stammen. Bei Neuankömmlingen kann es zu Streit kommen. Unter den Männchen einer Sippe brechen ab und zu Rangordnungskämpfe aus. Die Gegner trommeln mit den Vorderpfoten aufeinander ein. Das unterlegene Tier richtet sich steil auf, legt die Vorderpfoten an den Körper und bietet die Kehle ungeschützt dar. Auch Weibchen können streiten, z.B. um die besten Nistplätze, doch wird dies schnell beigelegt. Bei falscher Haltung, d.h. zu kleinen Platzverhältnissen, können die Streitereien und Rangordnungskämpfe zu schweren Verletzungen oder bis zum Tod führen.

 
Verhaltensstörungen
Rangordnungskämpfe unter den Männchen und die dazugehörigen Beissereien sind normale Erscheinungen im Sippenleben der Mäuse. Hier kann man nicht von Verhaltensstörungen sprechen. Auch alle mit Brunst und Paarung auftretenden Verhaltensweisen sind normal und gehören zum Mäusealltag. Hingegen sind z.B. Gitternagen oder ziel- und endloses Hangeln an den Gitterstäben Verhaltensstörungen, die auf eine nicht mäusegerechte Haltung schliessen lassen.

 
Mensch-Tier-Verständigung
Am besten lernt man Mäuse zu verstehen, indem man ihr Leben in Grossfamilien und ihr natürliches Verhalten genau beobachtet. Je abwechslungsreicher und den Bedürfnissen der Mäuse entsprechender der Lebensraum eingerichtet ist, d.h. tief eingestreut und Oberfläche vielseitig strukturiert, desto mehr werden die Tiere durch ihr Verhalten über sich selbst verraten. So kann etwa beobachtet werden, wie die Gänge und Unterschlupfe gebaut werden oder dass Mäuse sehr gute Kletterer sind. Man versteht dann besser, dass auch ein kleines Tier wie die Maus unsere ganze Aufmerksamkeit in der Betreuung und Haltung verdient. Mäuse werden schnell zahm und fressen aus der Hand, wenn man dabei ruhig bleibt.

Tiere "reden" mit ihren Artgenossen durch Körperhaltung, Schwanzstellung, Mimik, Lautäusserungen und vielem mehr. Ist der Mensch Kumpan und Artgenossenersatz, dann muss er versuchen, das grosse Defizit ein bisschen wettzumachen. Dies tut er am besten, indem er ruhig mit seinen Schützlingen spricht, wie er eben auch mit einem anderen Menschen reden würde. Tiere sind ausserordentlich lernfähig und kapieren sehr schnell, welches Wort oder welche Tonlage was bedeutet.

Die Maus ist ein wehrloses Nagetier, das ständig fluchtbereit ist. Seine Waffe ist die blitzschnelle Flucht ins Versteck. Dies bedeutet, dass sich Vertrautheit mit einem Menschen - von echter Verständigung wollen wir nicht sprechen - nur bei gutem Wohlverhalten des Menschen einstellt. Dies ist am besten mit kleinen Leckerbissen zu erreichen - man fängt ja bekanntlich Mäuse mit Speck. Bald kann man sie sogar am Rücken oder Nacken zart streicheln. Bei falschem oder unbedachten annähern, kann die Maus auch zubeissen.

 
Unerwünschtes Verhalten
Kleine weisse Albinos oder Farbmäuse benötigen keinen Auslauf in der Wohnung, es wäre auch viel zu gefährlich für die zierlichen Tiere und sie könnten sich in den kleinsten Spalten verstecken. Wenn der Käfig gross genug ist und man die Mäuse regelmässig auf sich selbst oder auf einem Tisch herumkrabbeln lässt, kann man "unerwünschtes Verhalten" weitgehend vermeiden. Als Nager werden sie bei freiem, unbeaufsichtigtem Auslauf natürlich überall nagen und dabei Möbel, Tapeten, Holzleisten, Teppiche beschädigen. Unerwünscht dürfte auch der Umstand sein, dass sie überall ihren Mäusekot ablegen und das erweiterte Revier mit Urin markieren. Im Käfig bedeutet Gitternagen meist fehlende Beschäftigung.

 
Launenbarometer
Da der Mensch weder die Duft- noch die Lautsprache der Mäuse wahrnimmt, ist er weitgehend auf die Deutung der Körpersprache angewiesen, um einen Stimmungszustand zu erkennen. Abwehrhaltungen, Meideverhalten, Drohstellungen, Kampfbereitschaft (Beissgefahr) sind ziemlich klar erkenntlich. Mäuse können todesmutig sein und sich gar einer Katze in den Weg stellen. Ein wirklich ungewöhnlicher Umstand!

 
Tierpsychologie
Die kleine anpassungsfähige Maus beherrscht wie kein anderes Tier die Kunst des Überlebens. Obwohl die im Heim gehaltenen Farbmäuse im Wesen sanfter und weniger scheu sind, haben sie doch die Verhaltensweisen der wildlebenden Hausmaus beibehalten. Wer also gleichsam einen Einblick in die Psyche dieser interessanten Tiere hinter sich hat, wird bei der Haltung und Betreuung auf seine Rechnung kommen und staunen.
 
Seite: wurde mit 1 SQL Query's in 0.320 Sec. erstellt | Verhalten und Erziehung bzw. Training von maus