| |
Nachrichten
Startseite
die neusten
am besten bewertet
Bilder von Heute
Quellen
Kategorien
Wirtschaft
Sport
Unterhaltung
Computer
Umwelt
Musik
Freizeit
Ratgeber
Kosmetik
Dorgenlexikon
Grillberater
Haustiere
Games
Märchen
Krimis und Grusel Geschichten
Gedichte Archiv
Hausaufgaben
Redewendungen
Papieretiketten
Aus dem Netz
Gesetzestexte
|
|
vogel Verhalten
|
Vogel
| Vogel: Verhalten und
Probleme. |
Allgemeines
Vögel sind spezialisierte Wirbeltiere. Sie tragen als einzige
ein Kleid aus hornigen Federn. Während lange Schwungfedern und
Konturfedern dem Fliegen und einer stromlinienförmigen Gestalt dienen,
sorgen die kürzeren Deck- und Daunenfedern für einen wirksamen
Kälteschutz. Dieser ist umso wichtiger, als Vögel eine hohe
Körper-temperatur von ca. 41° C aufweisen.
Ein Blick durch die Lupe zeigt, dass die Fahnen einer Feder aus
vielen Federästen und untereinander verhakten Federstrahlen
bestehen. So entstehen die Tragflächen.
In der sog. Mauser erneuern Vögel jedes Jahr ihre Federn. Schnäbel und Füsse
sind sehr verschiedenartig und den jeweiligen Lebensräumen und
Fressgewohnheiten angepasst. Kot und Harn werden durch ein- und dieselbe
Öffnung (Kloake) ausgeschieden.
|
| |
| Sozialverhalten |
Die meisten Käfigvögel
brauchen unbedingt einen oder mehrere Artgenossen, weil sie in freier Natur
in Schwärmen leben. Dazu kommt, dass sie sich gegenseitig häufig das
Gefieder putzen, zur Brutzeit balzen und den brütenden Partner füttern,
miteinander spielen, schwatzen und schnabulieren und sich auch mal kleine
Auseinandersetzungen liefern. Bereits nach der ersten Mauser finden die
Pärchen zusammen. Sie sitzen und schlafen nebeneinander, suchen den engen
Körperkontakt und kraulen sich gegenseitig den Kopf an den Stellen, wo der
eigene Schnabel nicht hinkommt. Es gibt Vogelarten, die fast unzertrennlich
sind. Damit wird die Bedeutung der Pärchenhaltung klar.
Nein zur Einzelvogel-Haltung! Die meisten Vögel sind von Natur aus
Schwarmvögel, welche an die Gesellschaft in ihrer Schar, insbesondere aber
an einen gefiederten Lebenspartner gebunden sind. Einzeln gehaltene
Wellensittiche und Papageien, aber auch Kanarienvögel und Finken sind selbst
bei intensiver menschlicher Zuwendung unglücklich.
|
| Verhaltensstörungen |
Es gibt Papageien, welche
sich die Federn ausrupfen, bis nur noch der Kopf befiedert ist. Solche
Selbstzerstörungen sind meist eine Folge der sozialen Isolation und
ungenügender Haltungsbedingungen. Auch Parasiten und Mangelerscheinungen
können dafür verantwortlich sein. Wenn Kanarienvögel nicht mehr singen,
hängt dies meist mit dem Gefiederwechsel zusammen, ist also keine
Verhaltensstörung. Wenn man bedenkt, welcher unbeschränkt grosse Lebensraum
den Vögeln in freier Natur zur Verfügung steht, ist es eigentlich nicht
verwunderlich, dass es im engen Käfig zu Verhaltensstörungen kommt. Auch bei
den Vögeln kann es zu Stereotypien kommen, wie z.B. das Hin- und Herlaufen
auf der Sitzstange oder sich ständig wiederholendes Schnabel putzen.
|
| Mensch-Tier-Verständigung |
Wenn man die
Verhaltensweisen der Vögel richtig deuten kann, ist der erste Schritt zu
einer gegenseitigen Verständigung getan. Es ist deshalb ein grosser Vorteil,
wenn man sich im Vorfeld eines Kaufes über die in Aussicht genommene
Vogelart schlau macht und darüber viel liest. Zwischen dem, einem Menschen
besonders anhänglichen, Papagei und den eher scheuen Finken und
Kanarienvögeln sind grosse Unterschiede für die Verständigung festzustellen.
Wenn ein Papagei von "seinem" Menschen etwas will, dann tut er dies
unmissverständlich kund. So hält er beispielsweise den Kopf in einer
bestimmten Schrägstellung, wenn er gekrault werden möchte. Beim
Kanarienvogel sind solche Signale kaum erkennbar.
Tiere "reden" mit ihren Artgenossen durch Körperhaltung, Schwanzstellung,
Mimik, Lautäusserungen und vielem mehr. Ist der Mensch Kumpan und
Artgenossenersatz, dann muss er versuchen, das grosse Defizit ein bisschen
wettzumachen. Dies tut er am besten, indem er ruhig mit seinen Schützlingen
spricht. Tiere sind ausserordentlich lernfähig und kapieren sehr schnell,
was Worte oder Tonlagen bedeuten.
|
| Unerwünschtes Verhalten |
Wenn Vögel streiten und sich
mit weit geöffneten Schnäbeln gegenseitig mit Füssen in den Bauch treten,
ist dies eine normale Rangordnungsauseinandersetzung. Auch wenn der
Finkenschwarm einen Neuankömmling in der ersten Zeit der Angewöhnung
abweisend behandelt, liegt dies in der Norm. Wichtig ist hier, dass man die
Tiere gut beobachtet, um zu vermeiden, dass der Neuankömmling vom
bestehenden Schwarm zu Tode gepickt wird. Lautes Gezeter, das die Nachbarn
nervt oder die Zerstörung der Wohnungseinrichtung beim Freiflug sind zu
vermeiden.
|
| Launenbarometer |
Wenn Vögel erschrecken,
machen sie sich normalerweise ganz schlank und die Federn liegen eng am
Körper an. Dies kann man insbesondere bei Kanarienvögeln beobachten. Bei
Streit und Auseinandersetzungen ist es einfach, ihre "Laune" zu erahnen. Bei
Zufriedenheit ist der Vogel offensichtlich in guter Stimmung, singt, ist
voller Tatendrang, plustert sich auf und pflegt sein Gefieder.
Aufgeplustertes Gefieder bedeutet aber nicht immer, dass dem Vogel wohlgemut
ist, denn er könnte auch krank sein. Dann würde er apathisch da sitzen. In
der Zeit des Gefiederwechsels (Mauser) ist der Vogel so erschöpft, dass er
meist verstummt.
|
| Tierpsychologie |
| Das Kennenlernen und Deuten
des Verhaltens von Vögeln ist der Schlüssel zu einem guten Tierverständnis
und begünstigt psychologisch richtiges Handeln. Die Handfütterung, das
ruhige Reden mit den Tieren und der Aufbau eines gegenseitigen Vertrauens
ist dazu geeignet, das natürliche Fluchtverhalten ängstlicher Vögel zu
überwinden. |
|
|
|
|