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Sequoia-Nationalpark – Sehenswürdigkeiten

Der Sequoia-Nationalpark gehört zu den bekanntesten US-amerikanischen Nationalparks. Er liegt, ebenso wie der Kings-Canyon-Nationalpark, in der kalifornischen Sierra Nevada. Beide Nationalparks liegen unmittelbar nebeneinander und werden daher auch zusammen von dem National Park Service betrieben. Die Gesamtfläche beider Parks beträgt etwa 3.500 Quadratkilometer. Auf Grund der unterschiedlichen Höhenlagen (zwischen 412 und 4.418 Meter Höhe) hat sich die Landschaft hier in einer unglaublichen Vielfalt entwickelt, sodass es viele verschiedene Höhepunkte zu bestaunen gibt. Jährlich zieht es über 1,5 Millionen Besucher in diese Nationalparks. Neben hohen Bergen, finden sich auch viele tiefe Schluchten und Canyons sowie die berühmten, extrem hohen Bäume im Nationalpark.

Zudem stößt Du hier auf eine unglaubliche Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Da der Sequoia-Nationalpark in etwa zwischen Los Angeles und San Francisco liegt, lässt sich ein Besuch des Parkes perfekt mit dem Sightseeing der beiden kalifornischen Metropolen verknüpfen. Umgeben sind beide Nationalparks sowohl von breitgefächerten Wäldern als auch Naturschutzgebieten. Bei der Planung Deines Besuches, solltest Du einiges beachten. Daher wollen wir Dir heute dich wichtigsten Informationen rund um einen Ausflug zum Sequoia-Nationalpark ans Herz legen.

Sequoia-Nationalpark – Besuch planen:

Je nach Planung Deiner restlichen Rundreise, hast Du mehr oder weniger freie Zeit zur Verfügung, um den Sequioa-Nationalpark zu erkunden. Daher wollen wir Dir hier verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, wie Du das Beste aus der Dir zur Verfügung stehenden Zeit herausholen kannst.

Was kann im Park in welcher Zeit unternommen werden?

In 3 Stunden
Für einen kurzen drei-stündigen Aufenthalt, empfiehlt es sich einen der Giant Sequoia Groves zu besuchen. Über den Park verteilt gibt es davon insgesamt 40. Auf Grund der beschränkten Zeit empfehlen sich beispielsweise der Giant Forest oder der Grant Grove. Während letzterer nur etwa 1,5 Kilometer vom Parkplatz entfernt ist, solltest Du beim Giant Forest etwa ein bis zwei Stunden Fußweg einplanen. In den Sommermonaten steht zudem ein Shuttle Bus zur Verfügung. Eine weitere Alternative ist zudem auch der Redwood Mountain Grove.
An einem halben Tag
Für einen halben Tag Aufenthalt im Sequoia-Park empfehlen sich die mittellangen Wanderungen. Stattdessen kannst Du aber auch einen kürzeren Wanderweg mit dem Besuch des Giant Forest Museum verknüpfen. Außerdem kannst Du dich auch für den Besuch der Crystal Cave entscheiden. Die Anfahrt, der Weg sowie die etwa 45-minütige Führung nimmt insgesamt etwa einen halben Tag in Anspruch.
An einem ganzen Tag
Wenn Du einen ganzen Tag lang im Sequoia-Park verbringen willst, empfiehlt es sich beispielsweise eine der eintägigen Wanderungen zu machen. Dabei stehen Dir zahlreiche verschiedene Wege zur Verfügung. Je nach Schwierigkeitsgrad und Interessen hast Du die Möglichkeit zu entscheiden, ob Du einen Berg erklimmen oder doch lieber durch kühlere Wälder streifen möchtest.
An mehreren Tagen
Wenn Du mehrere Tage im Sequioa-Park verbringen möchtest, hast Du deutlich mehr Möglichkeiten den Park aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erkunden. Du kannst zum einen mehrtägige Wanderwege mit Übernachtungen auf dem Campingplatz verknüpfen. Zusätzlich gibt es jedoch auch die Option Klettern zu gehen, den Park zu Pferd zu erkunden oder Fischen zu gehen. Vom Park Service werden weiterhin auch sogenannte Ranger-led Programme angeboten. Bei diesem Modell habt Ihr jederzeit einen Ansprechpartner für Eure Fragen.

Wo liegt der Sequoia Park?

Der Sequoia-Park liegt in der Sierra Nevada Kaliforniens und umschließt eine Gesamtfläche von 3.500 Quadratkilometern.

Den Kings-Canyon-Park kann man etwa 80 Kilometer östlich von Fresno betreten. Der Sequoia-Park Eingang liegt hingegen etwa 55 Kilometer östlich von Visalia.


Anreise zum Park

Lage Sequoia-Nationalpark
Lage Sequoia-Nationalpark

Es gibt zwei Eingänge, zum einen den Ash Mountain Eingang zum Sequoia-Nationalpark (Highway 198) und zum anderen den Big Stump Eingang zum Kings-Canyon Nationalpark (Highway 180). Es sollte in jedem Fall mit eingeplant werden, dass die Straßen, die zu dem Park führen, eng und schlängelnd verlaufen. Bei der Anfahrt ist daher Vorsicht geboten! Entscheidend ist natürlich von wo Ihr kommt. In Kalifornien bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für eine Rundreise. Spannende Ziele sind dabei vor allem San Diego, Los Angeles, der Yosemite National Park, San Francisco, Sacramento sowie der Lake Tahoe. Falls Du deine Reise in Kalifornien beginnst, fliegst Du wahrscheinlich zu den großen internationalen Flughäfen in Los Angeles oder San Francisco. Von daher findest Du hier eine Wegbeschreibung aus diesen beiden Städten. Generell ist es jedoch möglich den Sequoia-Nationalpark mit zahlreichen anderen Zielen zu verknüpfen.

Anreise von San Francisco:
  • Etwa 400 Kilometer Entfernung
  • Ungefähre Fahrtdauer: Viereinhalb Stunden
  • Route: I-80E – I-205 E – I-5 N, dann CA-120 E – CA-99 S, von dort nimmst Du die Ausfahrt 133B auf die CA-180 E. Diese führt direkt zum Eingang des Kings-Canyon Nationalpark
Anreise von Los Angeles:
  • Etwa 360 Kilometer Entfernung
  • Ungefähre Fahrtdauer: Vier Stunden
  • I-5 N – CA-99 N Richtung Bakersfield/Fresno, Ausfahrt 96 auf CA-198 E Richtung Visalia. Diese führt zum Eingang des Sequoia-Nationalpark

Welchen Parkeingang Du nehmen solltest, hängt davon ab aus welcher Richtung Du kommst

Ash Mountain Eingang zum Sequoia-Nationalpark
  • Visalia
  • Los Angeles
  • San Diego
  • Las Vegas
  • Death Valley National Park
Big Stump Eingang zum Kings-Canyon Nationalpark
  • Fresno
  • San Francisco
  • San Jose
  • Sacramento
  • Reno
  • Lake Tahoe
  • Yosemite National Park

Öffnungszeiten Sequoia-Nationalpark

Generell ist der Park das ganze Jahr über geöffnet. Bei extremen Wetterbedingungen werden jedoch Ausnahmen gemacht.

  • Foothills Visitor Center: ganzjährig 8-16.30 Uhr
  • Giant Forest Museum: Sommer (Mai – September): 9-16.30 Uhr; Winter (8. September – Mai): 9-17 Uhr
  • Kings Canyon Visitor Center: 9-16 Uhr
  • Lodgepole Visitor Center: nur vom 2. Freitag im Mai bis 1. Freitag im Oktober geöffnet: 7-17 Uhr
  • Cedar Grove Visitor Center: nur vom Freitag vor dem Memorial Day (Ende Mai) bis Mitte September geöffnet: Zeiten variabel
  • Mineral King Ranger Station (Memorial Day bis Labour Day Wochenende): Zeiten variabel

Beste Reisezeit für den Sequoia Park

Der Nationalpark ist das ganze Jahr über geöffnet. Das bedeutet, dass es keine wirklich beste Reisezeit gibt. Es kommt ganz darauf an, was Du für deinen Besuch planst. Im Sommer ist es beispielsweise am vollsten und eher schwierig, einen Platz zum Übernachten zu finden. Im Frühjahr hingegen kann es oft zu Schneestürmen kommen, daher muss auf entsprechendes Equipment wie Schneeketten geachtet werden. Auch der Herbst und Winter haben jeweils Vor- und Nachteile. Zum Übernachten wird es in dieser Zeit deutlich kühler, gleichzeitig aber auch deutlich ruhiger im Park, sodass man die Natur ohne viele andere Touristen genießen kann.

Klima und Wetter im Park

Frühling: In der Regel liegt zu dieser Zeit noch Schnee. Vereinzelt kommt es auch zu Schneestürmen. Der Frühling bringt aber häufig auch warme Temperaturen und reichlich bunte Wildblumen mit sich.

Sommer: Hauptreisezeit der US-Amerikaner. Auf den Bergen ist es in der Regel sehr heiß und trocken. Die Groves bringen eine kühle Erfrischung.

Herbst: Tagsüber noch recht warm, nachts jedoch deutlich kühler. Einige der Einrichtungen schließen bereits.

Winter: Oft die ruhigste Zeit. Häufig fällt Schnee. Verschiedene Outdoor-Aktivitäten werden angeboten. Jedoch kann man fast davon ausgehen das die hochgelegenen Bereich des Parks gesperrt sind.

Darauf solltest Du bei deinem Besuch achten
Bären Begegnung im Park
Bären Begegnung im Park

Da sich im Park Tiere aufhalten, vor allem Schwarzbären, solltest Du kein Essen draußen herumliegen oder deinen Rucksack offen stehen lassen.

Im Falle einer Übernachtung, sollte von den Schließfächern Gebrauch gemacht werden.

Zusätzlich solltest Du bei einer Übernachtung die Reifen deines Autos bedecken, um zu vermeiden, dass sich Murmeltiere in diesen einnisten.


Die Sehenswürdigkeiten des Nationalparks

Bäume des Giant Forest
Bäume des Giant Forest

Top 10 der Highlights im Nationalpark:

  1. Giant Forest
  2. Grant Grove
  3. Redwood Mountain Grove
  4. Mineral King Valley
  5. Wawona Tree
  6. The Foothills
  7. Crystal Cave
  8. Moro Rock
  9. Kings River
  10. Kaweah River

Aussichtspunkte, von denen aus Du traumhafte Fotos machen kannst

Es gibt zahlreiche Aussichtspunkte, die Du mit dem Auto erreichen kannst. Wir stellen Dir daher nur eine kleine Auswahl zusammen:

  • Kings Canyon Scenic Byway (zwischen Grant Grove und Cedar Grove)
  • Generals Highway vom Sequoia-Nationalpark Eingang bis Lodgepole (verschiedene Aussichtspunkte, plant etwa eine Stunde für die Strecke ein)
  • Generals Highway von Lodgepole nach Grant Grove (etwa 45 Minuten)

Auf diesen Strecken könnt Ihr einige der zuvor genannten Highlights bewundern und traumhafte Landschaften genießen.

Sonstige Sehenswürdigkeiten des Parks

Wie Du bereits der Übersicht der Öffnungszeiten entnehmen kannst, gibt es verschiedene Visitor Center sowie Museen, die Dir mehr über den Park und seine Geschichte erzählen können. Hier erhälst Du auch wertvolle Tipps für deinen Aufenthalt im Park.

Wandern, Sportliche oder sonstige Aktivitäten, Camping

Wanderwege & Trails

Es gibt viele Wanderwege im Nationalpark. Insgesamt wurden seit Entstehen des Nationalparkes rund 1500 Kilometer Wanderwege geschaffen. Vor Ort (im Visitor Center) kannst Du Dir einen Plan kaufen, auf dem sämtliche Wege eingezeichnet sind.

Besucherzentrum im Sequoia Nationalpark
Besucherzentrum im Sequoia Nationalpark

Sowohl im Giant Forest als auch im Grant und Cedar Grove stehen die berühmten Mammutbäume, die weltweit größten Bäume überhaupt. Diese sind in der Regel vom Parkplatz nach einem kurzen Spaziergang zu erreichen und die Wege häufig als Lehrpfade ausgewiesen. Häufig entscheiden sich Besucher von dort aus weiter ins Hinterland zu laufen. Hier werden die Wanderwege dann anspruchsvoller.

Der wohl berühmteste Wanderweg ist der 100 Kilometer lange John Muir Trail. Er führt in nordsüdlicher Richtung durch beide Nationalparks bis hin zum Yosemite Park. Für mehrtägige Wanderungen mit Übernachtung muss jedoch erst für 15 Dollar eine Permit erworben werden.

Hier ein paar ausgewählte Beispiele für Wanderwege. Es gibt jedoch noch viele weitere, so dass Du die freie Wahl hast zu entscheiden, was Du gerne sehen möchtest.

1. Foothills Day Hikes
  • Middle Fork Trail: Etwa 5 Kilometer Länge, mittlerer Schwierigkeitsgrad, Startpunkt: Bukeye Flat Campingplatz. Dieser Weg führt bis zum Panther Creek Wasserfall. Bei guten Wetterverhältnissen hat man zudem eine gute Aussicht auf den Moro Rock.
2. Giant Forest & Lodgepole Day Hikes
  • Tokopah Falls Trail: Etwa 2,7 Kilometer Länge, einfacher Schwierigkeitsgrad, Startpunk: Marble Fork Bridge auf dem Lodgepole Campingplatz. Führt zum Tokopah Wasserfall. Achtung hier kann es rutschig werden!
  • General Sherman Tree Trail: Etwa 0,7 Kilometer lang, Start: Wolverton Road. Etwa 175 Meter Höhenunterschied.
3. Grant Grove Day Hikes
  • Buena Vista Peak Trail: Etwa 3,2 Kilometer langer Rundweg, Startpunkt: südlich des Kings Canyon Overlooks auf dem Generals Highway. Von dem Aussichtspunkt kann man einen 360-Grad Rundumblick über den Park hinweg zu den Mammutbäumen genießen.
4. Cedar Grove Day Hikes
  • Mist Falls Trail: Etwa 13 Kilometer Länge, mittlerer Schwierigskeitsgrad. Der Weg führt entlang des South Fork Canyon zu einem der größten Wasserfälle des Parkes. Überwiegend flacher Weg, zum Ende hin jedoch ein großer Anstieg. Plane etwa 4-5 Stunden Zeit für diesen Weg ein.
  • Cedar Grove Overlook: Etwa 8 Kilometer Länge, hoher Schwierigkeitsgrad. Dauer: etwa 3-4 Stunden.
5. Mineral King Day Hikes
  • Franklin Lakes Trail: Etwa 8,7 Kilometer Länge. Führt entlang der Regenbogenfarbenen Steine, die in den 1870er Jahren Bergarbeiter auf der Suche nach Silber anlockten. Häufig wird dieser Weg auch als Zwischenstopp genutzt. Weiter geht es über den Franklin Pass zum Rattlesnake Canyon, Kern Canyon und Mount Whitney. Dafür brauchst Du aber mehrere Tage und dementsprechend Equipment sowie Verpflegung.

Sonstige Aktivitäten, die der Park bietet:

  • Klettern
  • Reiten
  • Begleitete Führungen
  • Fischen (mit Erlaubnis)
  • Picknicken

Camping & Übernachten im Squia

Im Park stehen sowohl Lodges als auch Campingplätze zur Verfügung. Insgesamt gibt es 14 Campingplätze, von denen drei sogar das ganze Jahr über offen sind. Auf einigen der Campingplätze kann bis zu sechs Monate im Voraus ein Stellplatz reserviert werden. Auf allen anderen und besonders zu Hochzeiten im Sommer gilt: First come, first serve.

Entstehung & Geschichte des Sequoia-Nationalparks

Am 25. September 1890 trat das Gesetz in Kraft, mit dem der Sequoia-Nationalpark zum zweiten Nationalpark Amerikas wurde. Der Park wurde vor allem deshalb gegründet, um die großen Sequoia Bäume zu schützen. Zunächst wurde der Park von U.S. Army Truppen bewacht, 1916 folgte dann die Gründung des National Park Service. Ursprünglich konnte der Nationalpark nur über wenige, kleine Straßen erreicht werden. Auf Grund der immer größer werdenden Beliebtheit von Autos, wurde im Jahr 1926 der Generals Highway gebaut. Durch den leichteren Zugang zum Nationalpark fand dieser immer mehr Zuspruch in der Bevölkerung. Die Einrichtungen für die Touristen wurden weiter ausgebaut und ergänzt. Eines der ersten Projekte war beispielsweise der Bau von Treppen zum Gipfel des Moro Rock. Des Weiteren wurden immer mehr Wanderwege hinzugefügt sowie Campingplätze errichtet. 1940 wurde der Kings Canyon National Park zunächst von Roosevelt gegründet. Im zweiten Weltkrieg wurde er dann an den Sequoia-Nationalpark angegliedert.

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